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28 Aug
Forelle

Am Freitag den 17. August trafen sich die Männerriegeler zu ihrem ersten Anlass nach den Sommerferien.
Der Präsident konnte 34 Turner der Aktiven- und Senioren- Riege in der Waldhütte der Fischzucht Friederich begrüssen.
Der Regen hörte kurz vor beginn des Anlasses auf. Wegen der Trockenheit konnten die Forellen nicht auf einem offenen Feure gebraten werden.
Die gute Stimmung wurde dadurch nicht getrübt.
Adrian und Bruno bereiteten die Forellen auf den Gasbrennern hervorragend zu . Ihnen gilt ein herzliches Dankeschön.
Das traditionelle Dessert bestand wiederum aus Cremeschnitten.

08 Jul

Vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 fand das Verbandsturnfest Bern Oberaargau-Emmental in Langnau bei prachtvollem Wetter statt. Die 16 Turner der Männerriege STV und die 11 Turnerinnen vom Frauenturnverein bestritten ihre Einzel- und Vereinswettkämpfe auf hervorragenden Wettkampfanlagen.

Einzelwettkämpfe

Bereits am Freitag, 29. Juni wurden die Einzelwettkämpfe in der Disziplin Turnwettkampf ausgetragen. In der Kategorie ü45 erreichte Stephan Huber den 9. Rang mit 25.84 Punkten und gewann eine Auszeichnung. Weiter klassierten sich Marcel Venetz im 14. Rang mit 24.92 Punkten, Jörg Haenni im 20. Rang mit 24.08 Punkten und Hans-Ueli Schär im 23. Rang mit 23.60 Punkten. In der Kategorie ü55 gewann Ernst Meyer im 6. Rang und 24.79 Punkten eine Auszeichnung. Ruedi Jost belegte mit 20.60 Punkten den 13. Rang.

Am Samstag, 1. Juni reisten die Turnerinnen und Turner für den 3-teiligen Vereinswettkampf Frauen/Männer Fit & Fun und den 1-teiligen Vereinswettkampf Frauen/Männer im Team Aerobic an.

Vereinswettkampf Fit & Fun

Nach einem lockeren und dennoch die Muskeln wärmenden Einturnen begannen die 26 Fit & Fun Turnerinnen und Turner ihren Wettkampf mit der «Angst-Uebung» Fuss- und Korbball und dem Ballkreuz. Mit der Wettkampfteil-Note von 9.29 begann der Vereinswettkampf sehr gut. Der zweite Wettkampfteil mit Unihockey und Achterball ergab 8.28 Punkte und der dritte Wettkampfteil mit den Uebungen Moosgummi und Intercross sowie den Leichtathletik-Disziplinen 800m Lauf und Kugelstossen die Note 8.29. Das ergab eine Gesamtpunktzahl von 25.86 und stellt eines der besten Ergebnisse der letzten Jahre dar. Wir bedanken uns herzlich bei den Leitern Marcel Venetz und Jörg Haenni für die organisierten und intensiven Vorbereitungstrainings.

Vereinswettkampf Team Aerobic

Die Team-Aerobic-Gruppe durfte schliesslich zum Abschluss des Wettkampftages am späten Nachmittag ihre Vorführung zeigen. Die insgesamt 12 Turnerinnen und Turner vom Frauenturnverein, Damenturnverein, Männerriege und Turnverein STV wurden von vielen Roggwiler Zuschauern unterstützt und motiviert. Die Freude an der Bewegung mit Musik steht im Vordergrund und doch sind wir stolz über die erreichte Note von 8.00, ist doch die jüngste Turnerin 45 Jahre und der älteste Turner 61 Jahre alt. Wir danken den Leiterinnen Daniela Allegrezza und Annette Mattli für die intensiven Trainings und für die Geduld und Motivation diese Herausforderung zu meistern.

Ohne Wertungsrichter keine Wettkampfteilnahme, deshalb geht unser spezieller Dank an die Wertungsrichter Ueli Haenni, Urs Huber und Käthi Huber sowie den Disziplinenhelfern Jürg Lerch und Heinz Lüdi. Für die Organisation der Turnfest-Teilnahme danken wir dem Oberturner Ruedi Jost und der FTV-Koordinatorin Karin Haenni.

Schliesslich ging das Turnfest vom ersten Teil Turnen in den zweiten Teil Festen über. Das gemütliche Zusammensein darf nicht fehlen und sorgte für viel Spass und mehr oder weniger kurze Nächte.

Für die Turnenden: Daniela Grunder

 

21 Jun

Aus Anlass seines 125-Jahre-Jubiläums führt der STV Roggwil vom 2. – 4. November 2018 in der Turnhalle Hofstätten ein Jubiläumsfest durch. Der Turnverein Roggwil blickt aus diesem Grund auf einzelne Meilensteine seiner 125-jährigen Geschichte zurück. In dieser Roggwiler-Ausgabe: Turnfeste in Roggwil.

Sommerzeit ist Turnfestzeit. Auch in Roggwil hat der Turnverein STV Roggwil schon viele grössere und kleinere Turnfeste und -anlässe organisiert und durchgeführt. Das erste Verbandsturnfest wurde schon kurz nach der Vereinsgründung 1893, nämlich anno 1897, in Roggwil durchgeführt. Weitere Verbands-/Bezirksturnfeste folgten, nämlich in den Jahren 1924, 1952, 1983, 2000 und noch in bester Erinnerung 2014, als die Bevölkerungszahl von Roggwil kurzfristig mehr als verdoppelt wurde.

Einer der eindrücklichsten Turnanlässe, den der STV Roggwil in seiner Vereinsgeschichte durchführte, war die Schweizermeisterschaft im Sektionsturnen im Jahr 1990, wo sich die besten Turnvereine der Schweiz in den Disziplinen Geräteturnen und Gymnastik massen. In eindrücklicher und unvergesslicher Erinnerung bleiben insbesondere die Schlussvorführungen, die damals vor rund 5000 Zuschauern im Bossloch stattfanden.

Das Foto aus dem Vereinsarchiv zeigt das damalige OK der SMS90 unter OK-Präsident Hansruedi Ellenberger.

Neben diesen Turnfesten organisierte der STV Roggwil, teilweise zusammen mit dem DTV, auch andere Turnanlässe wie zum Beispiel Verbandsspieltage, Verbands- und Kantonalmeisterschaften, Verbandsturnfahrten, Schwingfeste oder wie vor kurzem die Jugendriegentage des Turnverbandes Bern Oberaargau-Emmental. Diese Anlässe sorgen immer wieder dafür, dass viele Leute, seien es Aktive oder Zuschauer, den Weg nach Roggwil finden. Der STV Roggwil will auch in Zukunft als Organisator aktiv bleiben.

Zur Erinnerung:  Das offizielle Jubiläumsfest 125 Jahre STV Roggwil geht am Wochenende vom 2. bis 4. November 2018 in der Turnhalle Hofstätten über die Bühne: Das genaue Rahmenprogramm des ganzen Festwochenendes ist noch beim OK in Ausarbeitung. Schon vorher, nämlich am 6. und 7. sowie 27. und 28. Oktober 2018, wird im Kulturspycher Roggwil der 125-jährige Werdegang des STV Roggwil in einer kleinen Ausstellung präsentiert.

Der STV Roggwil freut sich darauf, mit allen Vereinsmitgliedern und der Dorfbevölkerung von Roggwil das Jubiläumsjahr begehen zu dürfen.

Jubiläum 125 Jahre STV Roggwil

Stefan Grogg

11 Mai

eg. Auch alte Knochen, wird sich Remo Geiser gesagt haben, brauchen vor grösserem Vergnügen (sprich: Mittagessen) ein «Übungstürli». Deshalb riet er die Mitglieder der Männerriege am Auffahrtstag zur traditionellen Wanderung auf. Und sie alle kamen mit Gattin oder Partnerin, obwohl schönes Frühlingswetter der Wandergruppe arg grollte. Denn Wanderwetter sieht anders aus. Es regnete in Strömen, als sich die Wandergruppe wenige Minuten nach neun Uhr beim Bahnhöfli asm besammelte. Die steten Regenschauer sollten der guten Stimmung aber keinen Abbruch tun. Frohgemut und ein jedes unter dem Dach seines Regenschirms oder weniger gut geschützt, ging der Marsch zum Bergweiher und weiter dem Buchwaldweg entlang zum Jumpferenplatz.

Ein kurzer Zwischenhalt lud ein zur ersten gegenseitigen Vorstellungsrunde. Doch bald ging es weiter Richtung Stötzlibrünneli. und kurz danach überquerte die stolze Wandergruppe geschlossen die St. Urbanstrasse. Ganz sachte bemühte sich Petrus nun seine Schleusen doch zu schliessen. Lediglich «Restnässe» ab den Tannenwipfeln beglückte uns nach wie vor mit dem unliebsamen Nass. Pfarrer Kneipp, der seine Anhänger sogar barfuss durchs taufrische Gras scheucht, hätte bestimmt seine helle Freude an uns gehabt.

Doch unbeirrt ob dem widrigen Wetter und Kneipps Weissagungen, zogen wir auf der Brandplatzstrasse Richtung «Hoher Marchstein» und «Hafnersloch» dem ersehnten Zwischenziel, der Ziegelei zu. Hier gaben «Michel – 100% Natural» und Snacks den bis anhin verbrauchten Kalorien wieder den nötigen Schub. Allerdings war das angepeilte Ziel, das Klostergasthaus St. Urban schon in „Griffweite».

Hier warteten weitere Teilnehmer(innen) auf unser Erscheinen und auf das Mittagessen, so dass Remo als sichtlich stolzer Wanderleiter in seinen Begrüssungsworten 37 Personen als neuen Teilnehmerrekord verkünden konnte. Gemütlich zusammensitzend und von sanften Wesen freundlich bedient, genossen alle Suppe, Picatta, Spargelrisotto, Gemüse und ein herrliches Dessert. Zusammen mit der nötigen Tranksame nach freier Wahl, waren rasch all die vorangegangenen «regennassen Strapazen» anstandslos vergessen.

Lieber Remo, wir danken dir. Es ist dein Wunsch, als Wanderleiter nun ins zweite Glied zurück zu treten. Du hast uns zehn Jahre an wunderschönen Auffahrts-Wanderungen teilnehmen lassen. Es war nicht nur des Müllers Lust, wir alle haben es genossen und die kleinen Kunsthandwerke als Tischkärtli aus deiner Werkstatt werden uns noch lange an diese schöne Zeit zurückerinnern.

 

 

 

 

 

 

03 Apr

Am 9. März 2018 konnte Franco Allegrezza, Präsident der Männerriege Roggwil, 24 Aktive, 20 Senioren und 5 Gäste zur Hauptversammlung im Restaurant Rössli begrüssen. Nach diversen Übertritten und, erfreulicherweise, 4 Eintritten turnen im Verein aktuell 27 Aktive und 31 Senioren.

In seinem Rückblick auf das Jahr 2017 erinnert Franco Allegrezza an ein reichhaltiges Tätigkeitsprogramm, die Vereinsreise in den Süden der Schweiz bei schönem Herbstwetter und den turnerischen Höhepunkt, die Teilnahme am Oberländischen Turnfest in Reichenbach. Oberturner Ernst Meyer nimmt in seiner Rückschau diesen Faden auf, haben doch die Turner der Männerriege zusammen mit den Frauenturnerinnen im Fit+Fun-Wettkampf in Reichenbach in der 1. Stärkeklasse den 4. Platz erreicht. Und: der Oberturner erinnert auch an das „Musik-Video in den 80er und 90er Jahren“ an der Turnervorstellung, wiederum ein gemeinsamer Auftritt von MR- und FTV-Mitgliedern.

Das aktuelle Turnjahr wird mit der Teilnahme am Verbandsturnfest in Langnau im Emmental Ende Juni gekrönt. Die Männerriege wird Einzelturner im Einsatz haben, den Fit+Fun-Wettkampf bestreiten und zum Abschluss das Aerobic Team, bestehend aus Roggwiler Turnerinnen und Turnern, anfeuern. Ausserturnerisch wird sich die MR 2018 auch betätigen. Sie wird zusammen mit dem Frauenturnverein am Dorffest eine Weinstube führen.

Finanziell steht die Männerriege auf einem sicheren Fundament. Dementsprechend genehmigt die Versammlung die von Kassier René Ammann präsentierte Jahresrechnung 2017, trotz einem Ausgabenüberschuss, einstimmig. Das gleiche gilt für das Budget 2018, das wiederum einen Ausgabenüberschuss vorsieht.

Bei den Wahlen muss Ernst Meyer als Oberturner ersetzt werden. Ruedi Jost wird als neuer Oberturner von der Versammlung gewählt. Die übrigen Vorstandsmitglieder werden in globo wiedergewählt.

Als Gewinner der Riegenmeisterschaft, die an einem Abend durchgeführt wurde, ehrt Marcel Venetz den abtretenden Oberturner Ernst Meyer. Nach weiteren Ehrungen spricht Franco Allegrezza zum Abschluss der Versammlung das 100-Jahr-Jubiläum der Männerriege Roggwil an. In 4 Jahren ist es soweit. Das 100-jährige Bestehen soll mit einem speziellen Anlass gefeiert werden. Was es sein wird, ist noch nicht klar. Dafür werden zur Zeit Ideen gesucht.

Arnold Gurtner

23 Jan

Reise zum Twanner «Schlössli»

Der Mensch sei ein Gewohnheitstier. Kennt man doch. Auch die Mitglieder der Seniorengruppe der Männerriege gehören dieser wohl nicht gerade vom Aussterben bedrohten Spezies an! Denn Jahr für Jahr, in der ersten Januarhälfte, heisst es: Besammlung morgens beim Bahnhöfli, Reise Richtung Westschweiz mit ÖV, Wanderung, je nach Witterung, durch die Rebberge oder dem See entlang, zwei Zwischenhalte zwecks Weinverkostung und Kafi mit Gipfeli, weiter zur frohen Einkehr in Ruff’s «Schlössli», Komplimente an Monika u.a. für die nette Bedienung, dann Essen, Trinken und Singen (Hit: Überall auf der Welt scheint die Sonne), Aufbruch und Heimkehr am frühen Abend.

Mit dem ÖV. Stets das bekannte, gleiche Ritual und alle kommen, alle mit grosser Vorfreude. Denn es warten im Kellergewölbe die Treberwürste, der Wein und der Marc aus Eigenkelterung. Seit der Jahrtausendwende gehört dieser Trip – unter der bewährten Regie von Fritz Scheurer – zum «Einlaufen» für die Grosstaten der anstehenden Turnsaison. Und was wäre da besser geeignet, als ein Anlass zur Festigung der Kameradschaft? So ging es via Bern nach Biel. Dann mit der Regionalbahn bis nach Tüscherz in den uns bestens bekannten «Sternen».

Auch dort wartete keine Überraschung, bediente uns doch wie gewohnt eine mittelprächtig geformte Brasilianerin. Nach dem allgemein als gut empfundenen Zwischenhalt nahmen die 20 munteren Seniorenturner frisch gestärkt den restlichen Weg bis nach Twann unter die Füsse.

 

Wir sind Könige

In nächster Umgebung des Bahnhofes liegt unser Ziel, das wir mit gestärkter Brust stolz ansteuerten. Schnöde liessen wir die Schönheiten des Dorfes links liegen. Der die Sinne berauschende Duft von Trauben, Rauch, Schnaps und Tresterdämpfe lotste uns zum «Schlössli» von Stephan Ruff. Ein Hauch aus alter Zeit umgab uns beim Durchschreiten des Torbogens zur Brennerei und dem anvisierten gemütlichen und rustikal eingerichteten Kellergewölbe. Wir fühlten uns sofort heimisch und pudelwohl. Alles war uns bekannt. Doch etwas fehlte. Es war Werner, der Seniorchef, er verstarb im letzten Jahr nur wenige Tage nach unserem Besuch. Nun führt Stephan, sein Sohn, den Betrieb weiter im gleichen Stil: Die Saucissons, nach wie vor von der allerbesten Sorte, der «Härdöpfusalat» einmalig speziell, der Wein, ob rot oder weiss mundete und der Marc verfehlte seine Wirkung in der Sauce und «pur» trotz genug Selbsterfahrung nicht.

  

 

 

Wir fühlten uns wie Könige, alle sind zufrieden. Genossen Essen und Trinken und wussten einander gar vieles zu erzählen. Leider verging die Zeit wie im Fluge. Nur all zu früh hiess es Aufbrechen zur Heimreise. Wir werden im nächsten Jahr sicher wieder kommen. Tradition soll man bekanntlich schützen.  

                                                                                                     Ernst Glur

10 Dez

Wie sieht ein Samstagabend bei einer „normalen“ Familie aus? Was passiert im Wohnzimmer der Familie Trömp? Läuft im Fernseher einmal mehr nichts spannendes? Diese Fragen wurden in den Vorstellungen der Tunrvereine Roggwil am Wochenende vom 2. und 3. Dezember unter dem Moto „TV-Abend“ auf lustige Art und Weise beantwortet.
Die Kinder des ELKI eröffneten mit dem ersten Reigen zum „Sandmännchen“ die Show. Nach der Tagesschau, Meteo und dem Tatort, leisteten auch die Mädchen und Knaben der Jugi und des Geräteturnens einen Beitrag und verzauberten das Publikum unter anderem mit dem vom Klavier begleiteten Lied „Ewigi Liebi“. Natürlich durften auch nostalgische Momente nicht fehlen. So versetzten die Frauen des FTV und die Männer der MR das Publikum mit ihren alten Klassikern ein bisschen zurück in die Vergangenheit. Mit den Beiträgen zum Mega Blockbuster und den Benissimo-Friends wurde die Show abgerundet.
Wiederum konnten einige TurnerInnen für ein paar Theaterrollen oder als Akteure in einem der vielen Videos motiviert werden. Mit viel Witz und schauspielerischem Können wurde den Zuschauern dadurch zwischen den Reigen das eine oder andere Schmunzeln und herzhafte Lachen entlockt.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön den Zuschauern, ReigenleiterInnen, Zwischentextverantwortlichen und Zwischentextsprechern, Video-Akteuren, Bühnenbauern, Lichtverantwortlichen, Turnerinnen und Turnern, dem OK und allen Helfern, die zum Erfolg des TV-Abends beigetragen haben.

07 Okt

Es wird mir ewig ein Rätsel bleiben, wie es die Organisatoren der Männerriegenreise vom 15./16. September das wiederum so fantastisch mit dem Wetter hingedreht haben. Kann es etwas Schöneres geben, als nach vielen Regentagen und einer trüben Wettervorhersage, zwei prächtig sonnige Tage im Tessin zu erleben, dann ganz am Ende der Reise bei „grusigem“ Hudelwetter heimzukehren? Nein, und nochmals nein! Allerdings fing es für die 20 unternehmungslustigen Männerriegeler recht harzig an, wollte die SBB doch Langenthal einfach nicht verlassen. Medizinische Gründe, dann ein betrunkener Passagier sollen den Grund dieser Verspätung sein…! Sonst aber war alles in bester Ordnung, und der Inhalt der „inoffiziell“ mitgeführten Glasgebinde diente lediglich lebensrettenden Sofortmassnahmen. So vermochte dann auch die SBB nicht mehr unseren Rhythmus zu brechen. In Bellinzona empfing uns neben herrlichem Sonnenschein der traditionelle Wochenmarkt, an dessen Ende ein umwerfend heimeliges Bistro uns den Weg wirksam am Weiterkommen hinderte. Wie vergangene Zeugen einer längst untergegangenen Welt kamen wir uns mit unseren Rucksäcken inmitten der bunten Marktbesucher vor. Wir trugen es mit der gebotenen Fassung, und während die Marschtüchtigen fast im Schweigemarsch den Gang zum Start der Bergwanderung unter die Füsse nahmen, genossen die Übriggebliebenen noch eine Weile das südliche Ambiente im bereits erwähnten Bistro. Trotzdem trafen alle wohlbehütet und „angefeuchtet“ zum Mittagsessen im typisch-rustikalen Ristorante Ostello Cruzütt ein. Das Risotto, besser als es jeder Fünf-Sterne-Koch nicht hätte herrichten können, mundete in prächtiger Umgebung und einer ebensolchen Aussicht, einfach hervorragend. Nach ausgiebiger Siesta führte uns die Gondelbahn – die einige auch zum „Aufstieg“ benützten – wieder zurück Richtung Bellinzona.

 

Noch war das Tageswerk aber nicht vollbracht:  Zimmerbezug in der Jugendherberge, dann Nachtessen und etwas später erwarteten männiglich das Sandmännchen.

 

Einmal im Monat kommt der Pfarrer

Die Freude war gross: bei Tagwache präsentierte sich ein beinahe wolkenloser Himmel. Der Morgen war noch ganz schlaftrunken, goldene Sonnenstrahlen erhellten die umliegenden Berggipfel, als schon vor neun Uhr alle den Weg durch die blitzplank geputzten Gassen zum Bahnhof Bellinzona unter die Füsse nahmen. Weiter südwärts ging es quer durch die Magadinoebene nach Locarno.

Das Centovalli wartet! Seit Jahren schon hegte ich diesen geheimen Wunsch, 

und nun wird er Wirklichkeit. Also umsteigen ins entsprechende „Bähnli“ – und was nun folgte ist nur mit Superlativen zu beschreiben. Natur pur, ein Spektakel, wohin man auch schauen mochte, einfach herrlich. Die hellen „Bubenaugen“ leuchteten glücklich und zufrieden. Noch wartete das Dörfchen Rasa, „angeklebt“ hoch oben am Hang.

Unter wahrer Todesverachtung wiegelte uns eine Standseilbahn gruppenweise bergauf. Ganze elf ständige Bewohner sind dort heimisch, einmal im Monat komme der Herr Pfarrer von Intragna zu Besuch, wo durchschnittlich jeweils drei Gläubige die Botschaft des Herrn vernehmen, und eine Wirtschaft hat es auch – gottlob! Wir füllten die Gaststube bis auf den letzten Platz, leerten den Biervorrat bis auf die letzte Flasche und schätzten schliesslich das herrliche Mittagessen. Die Zeit verging nur zu schnell und mit Wehmut bestiegen wir wieder das Gondeli hinab ins Tal. Über Domodossola, durch den Simplon- und Lötschbergtunnel ging es nordwärts Roggwil entgegen. Zwei wunderschöne, harmonisch verlaufene Tage gehören der Vergangenheit an. Wir danken Marcel Stöcklin und Franco Allegrezza für die treffliche Organisation. Es waren zwei frohe, erlebnisreiche Tage. Selbst das Wetter stimmte – siehe Einleitung!                                                                                            Ernst Glur

 

 

 

 

 

 

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