Turnfahrt // Tag

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02 Jun

Tradition u öpis Nöiis, unter diesem Motto schenkten im letzten Jahr, anlässlich des 100-Jährigen bestehen, des STV Roggwil TG, der DTV und STV Roggwil BE, eine Einladung an unsere traditionelle Turnfahrt. Die Turnfahrt an der Auffahrt, gibt es so nur in unserem Verbandsgebiet und ist somit in der Ostschweiz völlig fremd.

So folgten rund 35 TurnerInnen aus dem Thurgau der Einladung und reisten bereits am mittwochabend an. Somit wurde die diesjährige Turnfahrt mit einem Grillieren und gemütlichen Zusammensein eingeläutet.

Am donnerstagmorgen ging es traditionell um 06.00 Uhr bereits los. Eine bunte Schar aus roten und gelbschwarzen TurnerInnen traf sich beim Bahnhöfli Roggwil-Dorf ein. Zuerst erfolgte ein Fussmarsch nach Langenthal. In Langenthal stiessen die letzten dazu. Nun zählte die bunte Turnerschar über 80 Personen.

Mit dem Zug gelangte man nach Herzogenbuchsee, dort marschierte die muntere Schar zum Znünihalt an den Aeschisee. Nach erfolgter Stärkung durch Sandwich und Gerstensaft nahm man den Weg Richtung Inkwil in Angriff. Auf dem Festplatz angekommen, teilte sich die Schar traditionell auf, die einen wollten den Feldgottesdienst hören, die andern zog es in die Bar. Die Zeit auf dem Festplatz verging wie jedes Jahr relativ schnell und man zog weiter Richtung Waldhütte in Wangen a.A. Dort gab es Hamme und Kartoffelsalat. Auch die traditionelle Nachzüglergruppe fand den Weg in die Waldhütte und konnte sich noch Verpflegen. Gestärkt nahm man noch die letzte Etappe Richtung Wiedlisbach in Angriff, von dort aus fuhr man mit der Aare Seeland via Langenthal, wieder nach Roggwil. Einige aus dem Thurgau verabschiedeten sich dort, andere kamen noch traditionellerweise in den Gasthof Bären. Dort gab es nochmals eine Stärkung und nach und nach trafen auch die letzten ein, die ihre Rückreisen nach Roggwil, gespickt mit Legenden und Mythen stolz den anderen erzählten. Kurz um Mitternacht verliessen auch die hartgesottensten Turner den Bären und die traditionelle Turnfahrt ist bereits Geschichte.

Ich hoffe den Thurgauern hat unsere Turnfahrt gefallen und sie bekamen einen Einblick was für Traditionen wir im Bernbiet pflegen. An dieser Stelle möchte ich noch allen Danken, die etwas zu diesem gelungenen Anlass beigetragen haben. Merci

Tradition u öpis Nöiis

11 Mai

Bei herrlichstem Sonnenschein fand sich um viertel nach sechs eine stattliche Anzahl Turner und eine Handvoll Turnerinnen beim Bahnhof Roggwil-Dorf ein. Einige Gesichter waren trotz den frostigen Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt noch nicht wirklich frisch und der Kissenabdruck war noch deutlich sichtbar. Frohgelaunt begrüsste unser Wanderleiter die erwartungsvolle Turnerschar und informierte über den Ablauf der nächsten Stunden sowie die Neuerung der Zahlungsmodalitäten, welche heuer erstmals ausprobiert werden sollte. Anschliessend konnte er sich der sich ihm entgegenstreckenden Zwänzgernötli kaum mehr erwehren….

Nachdem der finanzielle Teil erledigt war, machten wir uns in flottem Tempo auf in Richtung Bahnhof Langenthal. Der Marsch entlang der Langete wurde von Vogelgezwitscher und Menschengeschnatter begleitet und wir erreichten unser erstes Etappenziel rechtzeitig, um den bereits entstandenen Flüssigkeitsverlust am Kiosk wieder auszugleichen. Eine kurze Bahnfahrt brachte uns nach Wynigen, wo wir uns zielstrebig und bereits hungrig der Linde zuwandten. Die köstlichen vorbereiteten Sandwiches fanden reissenden Absatz, der Kaffee etwas weniger. Die Bedienung war dann doch etwas überrascht, als um noch nicht einmal acht Uhr morgens so viele Gäste bereits nach Bier verlangen… „darauf waren wir jetzt nicht eingestellt“…. doch die Stangen und Bierflaschen waren flugs verteilt und noch schneller geleert.

Das straffe Programm erforderte jedoch unseren baldigen Aufbruch und bei jetzt nicht mehr so kühlem dafür etwas windigem Wetter wanderten wir weiter. Das Emmental ist ja bekanntlich nicht die Niederlande und so kamen doch einige bereits wieder ins Schnopsen, als uns unser Wanderleiter Richtung Kaltacker über Berg und Tal führte. Die atemberaubende Aussicht auf die Schneeeberge entschädigte uns für den schweisstreibenden Aufstieg. Die Truppe hatte sich mittlerweile auf mehrere Hundert Meter gedehnt so dass eine kurze Rast eingelegt wurde.

Doch schon bald erreichten wir den geschmückten Festplatz bei der Turnhalle Heimiswil, wo einige schnurstracks in der Bar und andere in der Festwirt schaft die durstigen Kehlen löschten. Die Besucher der Festwirtschaft lauschten den Worten unseres neuen Verbandspräsidenten sowie der anschliessenden abwechslungsreichen und witzigen Feldpredigt unter dem Motto „Pissblume“; die Barbesucher versuchten, sich trotz den ohrenbetäubenden Klängen aus den Lautsprechern zu unterhalten und ärgerten sich schon bald über den bereits ausgegangenen „Grünen“.

Pünktlich um halb eins trafen sich die Meisten am vereinbarten Treffpunkt um zum Mittagessenplatz zu gelangen. Die erste Nachhut traf mit etwa einstündiger, die zweite mit noch mehr Verspätung – dafür nicht ganz alleine – ein. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön der unermüdlichen Küchenmannschaft, welche uns auch dieses Jahr wieder wunderbar bewirtete und mit Köstlichkeiten verwöhnte. Nach ein paar sonnigen Stunden gemütlichen Beisammenseins machten wir uns frisch gestärkt aber mit inzwischen bereits ein bisschen schweren Beinen und sonnengeröteten Köpfen auf den Heimweg. Nachdem wir bei mehreren Abzweigern doch immer den Richtigen erwischten, gelangten wir nach anstrengendem Auf- und Ab durch’ s Emmental rechtzeitig beim Bahnhof Burgdorf an, wo uns die Reise anschliessend wieder mit dem Zug bis Langenthal führte. Dort genehmigten sich die meisten noch ein gemütliches Bierchen auf der Gartenterrasse des „Chez Fritz“, bevor die letzte Etappe zu Fuss oder per Bahn angetreten wurde. Der gemütliche Ausklang fand wie immer im Bären statt.

Ein grosses Merssi an unseren Wanderleiter für die tiptoppe Organisation der diesjährigen Turnfahrt!

Uschi Huber

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01 Jun

Die diesjährige Turnfahrt ging nach Aarwangen, eine recht nahegelegene Destination. Damit die Wanderung nicht vernachlässigt wurde, war ein kleiner Kehr über Murgenthal und Wynau geplant. Die ansehnliche Gruppe versammelte sich am frühen Morgen und begab sich voller Enthusiasmus und Elan auf ihre Route. Der Weg führte uns entlang der Roth nach Murgenthal, danach den Ufern der Aare folgend nach Oberwynau. Sonnenstand, Temperatur und Durst stiegen gleichermassen und Erleichterung war spürbar als wir den Gasthof Rössli in Wynau erreichten. Man genoss ein kleines Frühstück und ruhte sich aus. Gestärkt und frohen Gemütes setzten wir unsere Wanderung fort und fanden uns gegen Mittag auf dem Festgelände in Aarwangen ein. Nach einiger Zeit ging es weiter nach Mumenthal, wo der Hunger mit köstlicher Grillade gestillt werden konnte. Bis in den späten Nachmittag verweilten wir, dann trat man den Heimweg an. Im Gasthof Bären fand die Turnfahrt schliesslich bei geselligem Beisammensein ihren Ausklang.

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