Vereinsreise // Tag

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12 Sep

Bei idealen Bedingungen trafen sich 21 warm gekleidete Turnerinnen bei der Kirche in Roggwil. Pünktlich um 06.45h starteten wir unsere Reise mit dem Gerber Car Richtung Jura. In Twann spendierte uns der Verein Kaffee und Gipfeli. Herzlichen Dank.
Danach ging die Fahrt weiter an den Rebbergen vorbei und durch unbekannte Juralandschaften nach Le Locle. Auf den Jurahöhen erwartete uns der Nebel, der uns in eine mystische Stimmung versetzte und uns erinnerte, dass der Herbst nicht mehr weit entfernt ist. Unser Chauffeur, Ueli Held wusste viele interessante Dinge über diese wunderschöne Gegend zu erzählen.
In Le Locle erwartete uns eine spannende Führung der Unterirdischen Mühlen von Col des Roches. Wir stiegen die vielen schmalen Treppen hinunter zu den verschiedenen Mühlen. In der Höhle ist es konstant 7 Grad und wir können es uns kaum vorstellen zu welchen Bedinungen diese Leute im 17. Jahrhundert dort unten arbeiten mussten. Es war feucht und dunkel. Die Führerin erzählte mit voller Leidenschaft wie die Mühlen früher betrieben wurden. Aus Roggen und Gerste wurde Mehl gemahlen und aus Haselnüssen wurde mit den Mühlsteinen Öl erzeugt. Sogar eine Sägerei gab es in der unterirdischen Höhle. Ganze Baumstämme wurden dort verarbeitet. In der heutigen Zeit kaum vorstellbar. Wir konnten uns fast ein wenig in die Zeit von früher hinein versetzen.
Mit vielen neuen Eindrücken ging die Reise weiter nach Les Brenets. Im Restaurant Les Rives du Doubs erwartete man uns bereits zum Mittagessen. Für einige Turnerinnen war es nicht so einfach ein Getränk auf Französisch zu bestellen. Statt Cola Zero gab es einen Himbeersirup.
Nach dem Mittagessen nahmen die einen das Schiff, die anderen gingen zu Fuss am Doubs entlang bis zum Wasserfall. Da wir einen sehr trockenen Sommer hatten, war das Bachbett ausgetrocknet und somit gab es auch keinen Wasserfall mit Millionen kleinen Tröpfchen zu bewundern. So etwas muss man auch mal gesehen haben, einen Wasserfall ohne Wasser. Die Landschaft war aber trotzdem oder gerade auch deshalb sehr eindrücklich.
Mit dem Schiff fuhren wir gemeinsam zurück nach Les Brenets. Dort gab es noch einen „Beizlihalt“ und danach chauffierte uns Ueli Held sicher nach Roggwil zurück.
Danke an alle die mitgekommen sind.
Katja Zingg

07 Okt

Es wird mir ewig ein Rätsel bleiben, wie es die Organisatoren der Männerriegenreise vom 15./16. September das wiederum so fantastisch mit dem Wetter hingedreht haben. Kann es etwas Schöneres geben, als nach vielen Regentagen und einer trüben Wettervorhersage, zwei prächtig sonnige Tage im Tessin zu erleben, dann ganz am Ende der Reise bei „grusigem“ Hudelwetter heimzukehren? Nein, und nochmals nein! Allerdings fing es für die 20 unternehmungslustigen Männerriegeler recht harzig an, wollte die SBB doch Langenthal einfach nicht verlassen. Medizinische Gründe, dann ein betrunkener Passagier sollen den Grund dieser Verspätung sein…! Sonst aber war alles in bester Ordnung, und der Inhalt der „inoffiziell“ mitgeführten Glasgebinde diente lediglich lebensrettenden Sofortmassnahmen. So vermochte dann auch die SBB nicht mehr unseren Rhythmus zu brechen. In Bellinzona empfing uns neben herrlichem Sonnenschein der traditionelle Wochenmarkt, an dessen Ende ein umwerfend heimeliges Bistro uns den Weg wirksam am Weiterkommen hinderte. Wie vergangene Zeugen einer längst untergegangenen Welt kamen wir uns mit unseren Rucksäcken inmitten der bunten Marktbesucher vor. Wir trugen es mit der gebotenen Fassung, und während die Marschtüchtigen fast im Schweigemarsch den Gang zum Start der Bergwanderung unter die Füsse nahmen, genossen die Übriggebliebenen noch eine Weile das südliche Ambiente im bereits erwähnten Bistro. Trotzdem trafen alle wohlbehütet und „angefeuchtet“ zum Mittagsessen im typisch-rustikalen Ristorante Ostello Cruzütt ein. Das Risotto, besser als es jeder Fünf-Sterne-Koch nicht hätte herrichten können, mundete in prächtiger Umgebung und einer ebensolchen Aussicht, einfach hervorragend. Nach ausgiebiger Siesta führte uns die Gondelbahn – die einige auch zum „Aufstieg“ benützten – wieder zurück Richtung Bellinzona.

 

Noch war das Tageswerk aber nicht vollbracht:  Zimmerbezug in der Jugendherberge, dann Nachtessen und etwas später erwarteten männiglich das Sandmännchen.

 

Einmal im Monat kommt der Pfarrer

Die Freude war gross: bei Tagwache präsentierte sich ein beinahe wolkenloser Himmel. Der Morgen war noch ganz schlaftrunken, goldene Sonnenstrahlen erhellten die umliegenden Berggipfel, als schon vor neun Uhr alle den Weg durch die blitzplank geputzten Gassen zum Bahnhof Bellinzona unter die Füsse nahmen. Weiter südwärts ging es quer durch die Magadinoebene nach Locarno.

Das Centovalli wartet! Seit Jahren schon hegte ich diesen geheimen Wunsch, 

und nun wird er Wirklichkeit. Also umsteigen ins entsprechende „Bähnli“ – und was nun folgte ist nur mit Superlativen zu beschreiben. Natur pur, ein Spektakel, wohin man auch schauen mochte, einfach herrlich. Die hellen „Bubenaugen“ leuchteten glücklich und zufrieden. Noch wartete das Dörfchen Rasa, „angeklebt“ hoch oben am Hang.

Unter wahrer Todesverachtung wiegelte uns eine Standseilbahn gruppenweise bergauf. Ganze elf ständige Bewohner sind dort heimisch, einmal im Monat komme der Herr Pfarrer von Intragna zu Besuch, wo durchschnittlich jeweils drei Gläubige die Botschaft des Herrn vernehmen, und eine Wirtschaft hat es auch – gottlob! Wir füllten die Gaststube bis auf den letzten Platz, leerten den Biervorrat bis auf die letzte Flasche und schätzten schliesslich das herrliche Mittagessen. Die Zeit verging nur zu schnell und mit Wehmut bestiegen wir wieder das Gondeli hinab ins Tal. Über Domodossola, durch den Simplon- und Lötschbergtunnel ging es nordwärts Roggwil entgegen. Zwei wunderschöne, harmonisch verlaufene Tage gehören der Vergangenheit an. Wir danken Marcel Stöcklin und Franco Allegrezza für die treffliche Organisation. Es waren zwei frohe, erlebnisreiche Tage. Selbst das Wetter stimmte – siehe Einleitung!                                                                                            Ernst Glur

 

 

 

 

 

 

13 Okt

Dr  Froueturnverein geit am 25. Ougschte uf Reise. Viertu vor achti sueche sich 28 Turnerinne im nöie Gerber Car ihres Plätzli. Wie seit me so schön, we Aengu reise lacht dr Himmu, das trifft hüt würklech zue.

Leider het üsi Reiseleitere, Sandra Leuenberger, notfaumässig is Spitau müesse, jetz übernimmt üsi Presidänti s‘Käthi ihre Job, u füehrt üs suverän düre Tag.

Dr erschti Haut fürs Kafi hei mir bereits in Holderbank. Früsch gsterkt geits witer übere ober Houeschtei is schöne Basubiet. Weisch no, ds Buebedorf si mir am eidgenössische Turnfescht gsi, ghört me hingefüre rüefe. Im Umeluege si mir scho ir Stadt Basu. Uese Choffeur, dr Schär Andrè macht für üs no e chlini Stadrundfahrt u weiss auerlei z’verzeue. Jetz chöme mir i Rhihafe mit Hunderte von Container wo uf Tanker verlade wärde. Mit em Schiff fahre mir Rhi ufwärts, beschtune auti ehrwürdigi Hüser u Mure vor Stadt. Bis uf Rhifäude  passiere mir zwo Schleuse. Sehr idrücklech, wie üses Schiff höher stigt. Het das schöni Badianstaute mit viune Gescht, ou die gniesse dä wunderbar heiss Tag u stüze sich i Rhi. Im Restorant ufem Schiff sueche mir gäng wieder es schattigs Plätzli.

Dr Choffeur erwartet üs am Schiffsstäg in Rhifäude u jetz geit uf d’Stadtfüehrig. Uese kompetänt Stadtfüehrer weiss viu z’verzeue. Mir si uf däm Ort überem Rhi wo vor mängem Johr e Burg gstange isch, jetz gseht me nume no s’Burgfrölein us Stei. Witer geits i d‘ Autstadt. Ire aute Chile mit verschiedene Stilepoche vernäh mir ou dr Ursprung vom Usdruck  „haut d’Chlappe“. Idrücklech isch ou dr Bsuech im Rathus wo mir die verschiedene Wappe u Porträts vo de Adlige chöi bestune. Luschtig isch ou dä Schafbock, oder ischs e Geissbock? wo  are Husmur am vieri hin und här louft. Nach dene  interessante Usfüehrige gönne mir üs no e chüehle Drink am Rhi.

Jet zisch Zyt für d’Abfahrt Richtig Sissach. Uh, isch das es schmaus, kurvigs Strössli vo zum Rest. Alpbad füehrt. Nach üsem Nachtässe, Steak, Wienerschnitzel oder Fisch und  üppigem Salat und eme Glesli Wy geits wieder dr Heimat zue. Wohlbehaute u zfriede chöme mir am achti wieder deheim a.

E tolli Reis mit viu Erläbnis geit z’Aend. Merci für die gueti Organisation.

 

14 Okt

Reiseziel Ostschweiz

Was Hobbymeteorologen und Rheumageplagte schon seit Tagen prophezeiten, bestätigte sich am Wochenende vom 26./27. September: Spärliche Föhnschlieren, gegen Osten hin tiefhängende Nebelbänke möglich, sonst vorwiegend sonnig. Unter diesen gütigen Voraussetzungen nahm die Exkursion der Männerriege STV Roggwil ihren Anfang. Leichten Herzens und beschwingt bestiegen alle den feudalen Gerber Car. Dieser, wie auch Schiff, Zahnrad-Bahn und sogar  Schusters Rappen gehörten fortan zu unseren mehr oder weniger willkommenen „Beförderungsmitteln“. Vorerst ging es – nach einem kurzen Boxenstopp beim Katzensee – zügig der Südküste des Bodensees zu, und bald schon hatte Petrus mit uns ein Einsehen. Wie Hochseematrosen freuten wir uns ob den herrlich wärmenden Sonnenstrahlen während der Schifffahrt von Romanhorn Richtung Friedrichshafen. Nach einer Stadtrundfahrt „supplement“ lockte Deutschlands Frühwerk, der Zeppelin, unser Interesse. Das Auge für die Technik haben wir ja allesamt behalten und zollten somit dem behäbigen Luftschiff als Zeuge einer untergegangenen Welt, die gebührende Aufmerksamkeit. Der nächste Zwischenhalt in Lindau zog unsere anfänglich noch geschlossene Formation bedenklich auseinander. Alle suchten ein Plätzchen am See und dies sollte möglichst zu einem Restaurant gehören. Glücklich, wem dies gelang, gab es doch viel „Schönes“ zu bewundern. Unter Aufbietung der ganzen Reserve an Selbstüberwindung fanden sich aber alle zu angegebener Stunde wieder im Car zur Weiterfahrt nach Hohenems. Zimmerbezug im Café Hotel Lorenz. Dann hoffnungs- und freudvolle Dislozierung zum sternegeschmückten „Schloss-Palast“, in welchem das langersehnte und vielbesprochene Nachtessen stattfinden würde. Während 4 (in Worten: vier) Stunden assen und tranken wir und folgten dabei den Weisungen unseres eben gekrönten Königs „Hanspeter den Ersten“, den Rittern, Knappen, dem Stallmeister, Vorkoster und was sich sonst noch alles in einem düsteren Schlossverlies so herumschlägt. Gelacht wurde dabei sehr viel und von Herzen. Schliesslich brachen wir befriedigt bzw. gut genährt zur Nachtruhe auf.

„Trocken“ dem Witz-Weg entlang

Der zweite Tag begann – wie sollte es auch anders sein – mit dem Morgenessen im „Lorenz“. Schlag auf Schlag folgten sich dann Carfahrt nach Rohrschach, Schifffahrt nach Reineck, Bergbahnfahrt nach Walzenhausen und Wanderung entlang dem Witz-Weg. Es ging „Hoger auf, Hoger ab“ und schnöde liessen wir dabei sämtliche auch noch so idyllisch gelegene Wirtschaften links liegen. Böse Zungen behaupten heute noch, dies sei die vom Reiseleiter angekündigte Überraschung gewesen. Dafür entschädigte das Mittagessen in angenehmer Wirtschaft in Wolfhalden, mit herrlicher Rundsicht über den Bodensee, die durstigen Seelen. Ab Heiden ging es wieder mit der Bahn von 830 m.ü.M. bergab auf „Seehöhe“ nach Rohrschach. Was dann folgte war leider schon die Heimfahrt.

Eine prächtige Reise ging zu Ende, wir hatten ja Prachtwetter. Die liebliche Landschaft, beste Kameradschaft und allerbeste Organisation durch Franco und Fritz machten die Reise zu einem echten Erlebnis.

Ernst Glur

 

26 Sep

Am Samstag, 14. September war es wieder soweit. Eine relativ kleine Gruppe von neun Turnern, was ich persönlich schade finde, machte sich auf den Weg für die diesjährige Vereinsreise. Das Gros der Truppe startet ab Roggwil und zwei weitere Turner wollten ab Langenthal dazu stossen. Ja genau, wollten! Leider hat es nicht Allen auf die vereinbarte Zeit gereicht. Kameradschaftlich wie es in unserem Verein zugeht wurde natürlich gewartet. Eventuell auch weil die besagte Person noch die Zugtickets auf sich trug, dies ist jedoch nur eine Mutmassung! Komplett fuhren wir anschliessend mit dem Zug über Bern Richtung Emmental. Das Quiz, was wir im Zug gespielt haben, wurde zur Nebensache, da der Verlierer diesen Bericht verfassen sollte, was sich durch die Verspätung des Schreiberlings erledigt hatte. Ab Escholzmatt ging es mit dem Bus bis zur Talstation der Marbachegg Gondel. Oben angekommen gab es eine kleine Erfrischung, anschliessend begann die Wanderung entlang der Schrattenfluh. Bei schönem  Wetter begingen wir uns über Stock und Stein. Unsere Wanderung führte durch das UNESCO Biosphäre Gebiet Entlebuch, über Moorwege, uralte Passrouten bis zum Hilferenpass. Verpflegt haben wir uns aus unserem Rucksack, da es unterwegs keine andere Möglichkeit gab, bis auf einen kleinen Halt bei einem Bauernhof, wo wir unseren Flüssigkeitshaushalt wieder in die richtige Balance gebracht haben. Nach etlichen Versuchen um ein Gruppenbild zu machen, dieser verflixte Selbstauslöser wollte einfach nicht wie unser Kameramann, hat es irgendwann gleichwohl geklappt. Wer bis dahin noch keine „Bräschteli“ hatte, wurde nun noch durch den langen Weg hinunter nach Flühli geprüft. Unten angekommen hatten wir uns einen Durstlöscher verdient. Durch unseren Besuch im Restaurant und durch  Spiel und Spass, wissen nun auch die Entlebucher Kranzschützen wie das Glückspiel Pferderennen funktioniert. Unsere Heimreise führte über Wohlhusen nach Langenthal. Es war ein gelungener aber auch anstrengender Tag. Jungs, sorry noch einmal für meine Verspätung und besten Dank fürs Warten!

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