Reise zum Twanner «Schlössli»

Reise zum Twanner «Schlössli»

Männerriege STV

Auf (Um)wegen zu den Treberwürsten

In der beginnenden Morgendämmerung des 12. Januar brachen 16 Mitglieder der Seniorengruppe der Männerriege Roggwil plus drei Zugewandte aus der MR Melchnau auf, um dem traditionellen Treberwurstschmaus im schmucken Weindorf Twann zu huldigen. Bis das aber so weit war musste sich die muntere Schar um Stunden gedulden – und jede dieser Stunden war ausgefüllt mit neuen Eindrücken. Denn, dass ein erfahrener altbewährter Tourenorganisator und Leiter am Werk war, zeigte sich von der ersten Minute an: Fritz Scheurer überliess bei seiner 17. Organisation einmal mehr nichts dem Zufall. Geschickt wusste er Fahrplan- und SBB-technisch jedes Detail auszunützen, so dass niemand um seinen Platz im Zug bangen musste. Abfahrt Roggwil Dorf, Abfahrt Langenthal Richtung Bern war zwar noch jedem mehr oder weniger geläufig, aber «Kante fünf» als nächster Treffpunkt im Bahnhof Bern. He, Kante fünf?! Das war dann doch für jeden im wahrsten Sinne des Wortes «Bahnhof». Doch keiner ging verloren. Gemeinsames Kaffeetrinken liess ausgiebig Zeit zum Ratespiel und Fritz führte uns zum Lift Richtung besagter «Kante fünf», wo eines der feudalen gelben Postautos auf uns wartete. Eine neue Reisevariante kam ins Spiel! Es ging mit dem Postauto weiter durch den Bremgartenwald, über die Halenbrücke und weiter durch die Ortschaften Herrenschwanden, Meikirch, Frienisberg, Baggwil nach Seedorf. Hier im schmucken Restaurant Schützen dann der allseits erwartete Kaffee-Gipfeli-Halt. Dem «Metzgete»-Plakat, der vorzüglichen Bewirtung und der ausnehmend zuvorkommenden Wirtin zum Trotz mussten wir weiter Richtung Aarberg. Umsteigen und weiter über Bellmund und Nidau dem Zwischenhalt Biel entgegen.

Dem Ziel nahe

Bereits waren wir vier Stunden unterwegs, und wir waren noch nicht am angestrebten Ziel. Es war der Regionalzug, der uns rasch nach Ligerz führte. Ab hier war der angestrebte Fussmarsch programmiert – aber die magische Anziehungskraft eines uns bekannten Weinkellers erforderte einen kurzen Höflichkeitsbesuch. Es war schliesslich ein reiner Akt des Anstands, dass wir der offerierten Weindegustation nicht widerstehen durften. Aber der Marsch musste kommen.  Schliesslich findet sich die ganze Truppe pünktlich bei festlich gedecktem Tisch in Stephan Ruffs «Schlössli» in Twann ein. Wohlgerüche der gebrannten Trauben, kleine sympathische Gläschen, schlanke Flaschen mit Hausgebranntem, die brutzelnden Treberwürste, der «Härdöpfusalat» in überdimensionierten Schalen und natürlich Monika: Wohl kaum hotelfachgeprüft, aber sie kennt unsere Bedürfnisse und sorgt seit Jahren mit viel Verständnis für unser leibliches Wohl! Alles in allem: Es war ein herrlicher Tag! Aber auch dieser nahm leider ein Ende. Auf kürzestem Weg resp. Bahngleis ging es über Solothurn, Niederbipp heimzu. Danke Fritz, ohne die von dir stets detaillierten Vorarbeiten kämen wir nicht zu einem so uneingeschränkten Genuss. Mir fröje üs jetz scho ufs nächschte Johr!

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