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Kaum hatten die letzten Turner den Heimweg von den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Männerriege STV unter die Füsse genommen, wartete schon das nächste Event auf die wackeren Männer: Die Jubiläumsreise ins Elsass! Unter dieser gütigen Voraussetzung nahm die Exkursion am Samstag, 17. September, ihren Anfang. Pünktlich, wie es sich gehört, startete die muntere Schar per Reisebus Richtung Basel. Die Begrüssungsworte von Franco Allegrezza, Präsident, und von Roger Schmid, Reiseleiter, waren eben verhallt, als bei der Autobahnraststätte in Pratteln schon der erste Halt angesagt war. Trotz obrigkeitlich befohlener Einheitskonsumation «Kaffee und Gipfeli», tat der Aufenthalt gut, standen doch noch viele Reisekilometer Richtung Vogesen bevor. Die Grenze passierten wir problemlos, und bei stetig zunehmendem Verkehrsaufkommen ging es zügig unserem nächsten Reiseziel, dem geschichtsträchtigen Hartmannweilerkopf entgegen. Durch schmucke Dörfer und auf engen Strässchen schlängelte sich unser «Transportfahrzeug» sachte auf knapp 1000 m.ü.M. Im klirrend kalten Winter 1914/15 tobte dort im Ersten Weltkrieg eine verheerende Schlacht, wo 30’000 deutsche und französische Soldaten ihr Leben verloren. Es wurde still in der sonst doch so fröhlichen Turnerrunde. Das riesige Monument, umgeben von ungezählten Kreuzen in Erinnerung an die gefallenen Soldaten und das beeindruckende Museum, mahnten an die Sinnlosigkeit des Krieges.

Weinstrasse, Weinkeller

Weiter geht die Reise über die offensichtlich bei Rennvelofahrern beliebten Hügel des Elsasses. Uns blieb die Mühsal der Radler erspart, die sich bei teils dichtem Nebel und bei einsetzendem Regen die «Höger» hochkämpften. Unser Ziel war Schnepfenried! Noch nie gehört, aber fürs leibliche Wohl absolut empfehlenswert. Denn, was uns dort in einer schmucken «Alpwirtschaft» mit leichtem Hang zur Lederhosen-Heimatliebe, zum Mittagessen aufgetischt wurde, hätte für mehrere Viergangmenüs zur Genüge gereicht. Und dazu war es betont schmackhaft! Die Weiterfahrt über die Elsässer Weinstrasse liess uns in genussreicher Vorfreude erahnen, was das nächste Highlight sein wird: Ein Weinkellerbesuch in Kaysersberg! Die ausgiebige Degustation liess uns soweit beruhigt und innerlich ausgeglichen, gefasst dem Zimmerbezug im Dreistern-Hotel «Le Bristol» und dem Nachtessen im «Maison Kammerzell» in Strassburg entgegenblicken. Die spätere Exkursion in die Altstadt wurde nicht unerwartet zu einem weiteren, langgezogenen Höhepunkt. Denn gleich neben der prächtigen Kathedrale, konnten die zum Verweilen einladenden Beizlis nicht übersehen werden. Nach kurzer Lagebesprechung hielten die durstigen Seelen noch einmal innere Einkehr. Schliesslich brachen wir befriedigt bzw. bis an den Rand gefüllt, mehr oder weniger strammen Schrittes zur Nachtruhe auf.

Zum Glück ein Städtlifest

Der zweite Tag begann wohlausgeruht mit dem Frühstück. Das Wetter zeigte sich durchzogen, aber es neigte zum sonnig werden. Gut so, stand doch in Breisach noch eine Schiffsrundfahrt auf dem Programm. Im Nu verflogen diese zwei Stunden auf dem Rhein. Wieder an der Pier angelangt, meinte es der Zufall gut mit uns, feierten doch die Breisacher gerade ein Volksfest —- mit Offenausschank!! Die «in corpore» folgende feuchtfröhliche Durchhalteübung leitete leider schon über zur Heimfahrt. Zwei schöne, harmonisch verlaufene Tage in froher Kameradschaft sind Geschichte. «Dank heigisch», lieber Roger und Franco, für diese perfekt organisierte und mit Erlebnissen reich befrachtete Reise.

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Februar 2024